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Auftaktaktion gegen die Kanzlei Schreiner & Partner

Foto 3bAm Donnerstag den 25.09 fand eine Kundgebung gegen ein sogenanntes „Unionbusting“-Seminar der Kanzlei Schreiner & Partner im Dorint Hotel Airport München Freising statt bei der wir mit dem offenen Stammtisch der Gewerkschaftsaktiven München und Kolleginnen und Kollegen aus Freising und München teilnahmen. Hat man das Seminarprogramm einmal durchgeblättert, muss eigentlich kaum noch etwas erläutert oder erklärt werden. Besonders eingängig sind folgende Programmpunkte: „Anti-Gewerkschaftsstrategie: So reduzieren Sie den Einfluss von Gewerkschaften im Betrieb“ oder auch: „Konfrontationsstrategie: So werden sie ihren Betriebsrat notfalls los“. Es handelt sich also um eine Kanzlei, die es sich zur Aufgabe gemacht hat Arbeitgebern, Personalchefs und Betriebsleitern beizubringen, wie man unliebsame Gewerkschaftler aus seinen Betrieben mobbt und sie durch perfide Manöver und Strategien aus dem Betrieb raus ekelt. Inhalt und Ziel dieser bundesweit stattfindenden Schulungen ist es also, den Arbeitgebern zu vermitteln wie sie denn am besten Arbeiterinnen und Arbeiter, deren Rechte und Interessen, bekämpfen und Betriebsräte oder gewerkschaftliche Vertretungen zerschlagen. Foto 2bEgal ob Wahlbeeinflussung, Bestechung, konstruierte Kündigungsgründe, Mobbing oder Spaltung der Belegschaften mithilfe von Sexismus oder Rassismus, für nichts ist man sich zu Schade, Hauptsache das jeweilige Unternehmen profitiert von alldem. Doch Schreiner und Partner ist nur eines von vielen Beispielen, welches für die Repressionen gegenüber Gewerkschaftlern und Betriebsräten, die Aushebelung der Rechte von Arbeitnehmern oder die schlechten Arbeits und Ausbildungsbedingungen im Allgemeinen steht. Denn auch ohne solch ominöse Anwaltskanzleien sieht es im Bezug auf die Arbeitsverhältnisse in Deutschland sehr schlecht aus. Unbezahlte Überstunden, Mangel an Ausbildungsplätzen oder Angst vor der Entlassung gehören bereits zu den grundlegenden Themen mit denen man als Arbeitnehmer zu kämpfen hat. Vor allem Jugendliche sind davon betroffen und werden auf solche Weise immer wieder von den Unternehmen als billige Arbeitskräfte missbraucht. Gerade hierbei spielen der auf die jungen Auszubildenden oder Arbeitenden ausgeübte Druck oder die Repressionen beispielsweise in Form von Anwaltskanzleien wie Schreiner und Partner eine große Rolle. Denn nur selten trauen sich die Jugendlichen in ihren Betrieben gegen die schlechten Verhältnisse vorzugehen oder sich an die Gewerkschaft zu wenden. Wir, die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend, kurz SDAJ, wollen dieser Situation etwas entgegen setzen. Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Unsere Zukunft statt eure Profite“ outen wir in verschiedenen Betrieben die schlechten Arbeits- und Ausbildungsbedingungen gemeinsam mit Azubis und jungen Beschäftigten und rufen dazu auf, sich als Azubi, Arbeiterin oder Arbeiter zu organisieren, ob in der Gewerkschaft oder in der örtlichen SDAJ-Gruppe, um gemeinsam mit anderen arbeitenden Jugendlichen für die gemeinsamen Interessen einzutreten und seine Rechte zu erkämpfen. In München beispielsweise haben wir als konkretes Beispiel die schlechten Ausbildungsbedingungen bei der Supermarktkette NORMA aufgegriffen und Outingaktionen vor mehreren Filialen durchgeführt. Dutzende Aktionen fanden bundesweit im Rahmen der Kampagne statt und auch in Zukunft werden wir nicht locker lassen.
Hierbei fordern wir auch die Umsetzung eines von uns erstellten Ausbildungsgesetzes, welches unter anderem einen garantierten Ausbildungsplatz oder eine fürs Leben ausreichende Vergütung enthält.
Natürlich dürfen wir uns hierbei keine Illusionen machen! Ein von uns gefordertes Ausbildungsgesetz wird uns nicht einfach gegeben werden und auch bessere Ausbildungsbedingungen werden nicht aufgrund von Beschwerden durchgesetzt. All dies muss von uns hart erkämpft werden und jede noch so kleine Verbesserung steht immer wieder unter Beschuss. Nur wenn wir gemeinsam und organisiert gegen die Methoden der Unternehmen zur Aufhebung unserer Rechte oder gegen den derzeit massiv stattfindenden Sozialabbau vorgehen und all dies bekämpfen, dann können wir auch Erfolge erzielen und derartige Arbeitgeberanwälte wie Schreiner und Partner in die Schranken weisen. Die beste Methode um dies zu erreichen, ist es genau das zu tun was Schreiner und Partner zu verhindern versuchen: Aktiv in JAV und Gewerkschaft zu werden, Betriebsräte aufzubauen und in den Betrieben sich so zur Wehr zu setzen!
Diese Aktion war nur der Auftakt um gegen diese Kanzlei vorzugehen. Lautstark forderten wir das Hotel auf in Zukunft der Kanzlei Schreiner & Partner keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung zu stellen.

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