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Kein Werben für’s Sterben! – Bundeswehraktion am Asam-Gymnasium

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Sonnige Strände, grüne Wälder, weite Gebirgszüge. Werbespots der Bundeswehr sehen aus wie Videos aus dem Abenteuer-Urlaub. Kein Wort dagegen von Toten ZivilistInnen und SoldatInnen und verwüsteten Ländern durch deutsche Angriffskriege. Stattdessen werden in den TV-Spots zur neuen Kampagne „Karriere mit Zukunft“ junge Bundeswehrangehörige ganz entspannt in ihrer Freizeit gezeigt. Jung, cool, dynamisch: dieses Image will die Bundeswehr jungen Menschen verkaufen. Verschwiegen werden dabei die Ziele, für die sie eintritt: zu den vorrangigen deutschen „Sicherheitsinteressen“ gehört, „einen freien und ungehinderten Welthandel sowie den Zugang zur Hohen See und zu natürlichen Ressourcen zu ermöglichen“ (verteidigungspolitische Richtlinien). Dafür braucht es aber mehr Akzeptanz in der Bevölkerung und Nachwuchsgewinnung.
Spätestens seit Abschaffung der Wehrpflicht ist die Bundeswehr darum ständig auf der Suche nach jungen NachwuchsrekrutInnen. Diese Suche führt sie auch regelmäßig an Schulen, wo sie Werbung für eine Karriere in der Deutschen Armee macht.

Am 10. März bekam sie dafür eine Bühne am münchner Asam-Gymnasium. Ein sogenannter „Jugendoffizier“ durfte dort zum Thema „Fragen der zukünftigen Gestaltung der Außen- und Sicherheitspolitik“ sprechen. Um den Anschein von Objektivität zu wahren, wurde ihm eine Bundestagsabgeordnete der Grünen an die Seite gestellt. Doch wer Jugendliche für den Kriegsdienst begeistern will, wird natürlich keine ehrliche Debatte führen. Stattdessen wird versucht, deutsche Angriffskriege zu legitimieren und die Jugendlichen mit scheinbar sicheren Karrierechancen zu locken.

Deshalb waren wir vor der Schule mit einem Transparent und Info-Flyern präsent, um gegen solche Rekrutierungsmaßnahmen zu protestieren. Bei den SchülerInnen kam die Aktion gut an. Die meisten teilten unsere Meinung, dass die Bundeswehr mit ihrer einseitigen Werbung an der Schule nichts zu suchen hat. Das ist kein Einzelfall: vor einigen Jahren wurde die Bundeswehrwerbung bereits aus dem Jahresbericht des Gymnasiums gestrichen, weil es zu viel Protest von SchülerInnen und Eltern dagegen gab. Der Schulleiter Rothmann sollte sich daran ein Beispiel nehmen und dafür eintreten, dass seine Schule ein Ort der Aufklärung ist.
Bis dahin protestieren wir weiter und fordern: Bundeswehr raus auf den Schulen, Arbeitsagenturen und Jobmessen!

Den Flyer zu unserer Aktion findet ihr hier: 150310_BWamAsam_Flyer-PRINT2

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