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SDAJ in Aktion: Vielfalt statt Einfalt

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Vielfalt statt Einfalt!

Schon seit mehreren Jahren protestieren religiös-reaktionär geprägte Bewegungen wie die sogenannten „besorgten Eltern“ oder die „Demo für Alle“, rechtspopulistische Parteien wie die AfD, sowie faschistische Gruppen verstärkt gegen alles, was nicht in das „klassische“ Familien- und Rollenbild passt. In letzter Zeit richtet sich dieser „Protest“ in Form von Hetz- und Diffamierungskampagnen vermehrt gegen Sexualaufklärung an Schulen.

Für den 28. März hatten die „besorgten Eltern“ auch eine Aktion in der Münchner Innenstadt angekündigt. Unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt! Gemeinsam für Akzeptanz in Bildung und Gesellschaft“ kündigte ein breites Bündnis an, so einen reaktionären Aufmarsch nicht hinnehmen zu wollen.

Mit Erfolg: während sich der Sendlinger-Tor-Platz am Samstag Mittag als buntes Meer von Fahnen und Schildern der Vielfaltdemo zeigte, sagten die „besorgten Eltern“ ihre Aktion kurzfristig ab.

Und das ist auch gut so, denn ihre reaktionäre Hetze hat hier nichts zu suchen: nach Meinung der „besorgten Eltern“ dient Sexualität allein der Fortpflanzung. Frauen sollen zu Hause bleiben, sich um den Haushalt kümmern, Kinder bekommen und sich mit einer „Herdprämie“ abfinden. Homo-, Trans- und Bisexuelle werden als „abnormal“ und „pervers“ angesehen. Verhütungsmittel werden verteufelt und Abtreibung gilt als Mord. Sowohl die Selbstbestimmung über den eigenen Körper, als auch die Bestimmung über das eigene Leben wird hier mit reaktionären und klerikalfaschistischen Positionen anderen Menschen schlicht abgesprochen.

Lesben, Schwule, Bi-, Transsexuelle und Menschen mit Lebens- und Liebesweisen jenseits der bürgerlichen Norm werden in unserer Gesellschaft immer noch diskriminiert. Dies hat seinen Grund darin, dass die bürgerliche Familie als Ort der Reproduktionsarbeit für das Kapital eine nützliche Funktion erfüllt. Für uns bedeutet eine selbstbestimmte Gestaltung des eigenen Lebens aber auch selbstbestimmte Sexualität, denn zur allseitigen Entwicklung der Persönlichkeit gehört auch die freie Entfaltung des Menschen. Dafür bedarf es zunächst einer sowohl juristischen, wie auch ökonomischen Gleichstellung aller selbstbestimmten Lebens- und Liebesformen. Für uns ist es wichtig die Funktion der bürgerlichen Familie zur Aufrechterhaltung des Systems zu benennen und die daraus resultierenden bürgerlichen Wertvorstellungen zu entlarven. Weil die spießigen Moralvorstellungen dieser „besorgten Eltern“ eben zu oft noch die Köpfe und die Erziehung in bayerischen Schulen und KiTas prägt, ist es wichtig, sich auch weiterhin gegen reaktionäre Hetze zu stellen.

Mit der Gründung des Aktionsbündnisses „Vielfalt statt Einfalt“ und der Verhinderung der „besorgte Eltern“-Demo wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt. Lasst uns auch weiterhin gemeinsam gegen rechte Spießbürger kämpfen!

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