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Solidarität mit den G&D-Beschäftigten!

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Kurz vor Weihnachten letzten Jahres verkündete das Unternehmen Giesecke und Devrient trotz positiver Zahlen, rund 800 Stellen abzubauen. Gründe hierfür wurden entweder nicht angegeben oder an den Haaren herbeigezogen. Immer wieder betonte die Geschäftsführung die „Alternativlosigkeit“ dieser Maßnahme und verweigerte ebenso die Verhandlung eines Sozialtarifvertrages mit den Gewerkschaften.

Mehrere Hundert Menschen gingen deshalb gestern, am 11.2.2015, auf die Straße um am Marienplatz eine Solidaritäts- und Protestkundgebung abzuhalten. Allgemein wurde immer wieder darauf hingewiesen was dieser Stellenabbau real überhaupt bedeutet: Rund 800 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz, müssen um ihre Existenz fürchten, ebenso wie deren Familien. Auch die Beschäftigten von Giesecke und Devrient kamen zu Wort und konnten ihren Forderungen nochmals Ausdruck verleihen.

Ebenso äußerten sich Politiker von CSU, Grünen und SPD zu dem Thema. So ließ ein CSU-Politiker den Beschäftigten und den Protestierenden durch einen vor Ort verlesenen Brief mitteilen, dass er „leider aufgrund einer10985513_276615732462177_832410128114992568_n Sitzung nicht teilnehmen könne“, sich jedoch natürlich solidarisch zeigt und die „Freistellungen der Arbeitsplätze“ ja gar nicht gut findet. Die Grünen fanden das Ganze ebenfalls nicht so toll und mahnten an, dass man für einen Ausgleich zwischen Profitmaximierung und den Forderungen der Arbeitnehmer sorgen müsse umso den „sozialen Frieden“ zu wahren. Die SPD durfte natürlich auch nicht fehlen und nutzte die Veranstaltung dazu um ein bisschen Wahlkampf zu machen. Da wurde schön darauf hingewiesen welche Kontakte Giesecke und Devrient zur CSU haben und immer wieder warm und herzlich betont, dass die SPD, immer für Leute wie uns da ist.

Liebe CSU, es handelt sich hier wohl kaum um eine „Freistellung“ von Arbeitsplätzen, sondern um einen rücksichtslosen Stellenabbau bei dem mit der Existenz von Hunderten wenn nicht sogar Tausenden Menschen gespielt wird, alles im Sinne der Profitmaximierung und dem Einsparen an Kosten. Ja, SPD, da habt ihr Recht! Die CSU ist Scheiße, aber seid ihr denn etwa eine Alternative? Sozialabbau und die Vernichtung von Existenzen, das ist doch ebenfalls euer Spezialgebiet, nicht wahr? Die Hartz-Gesetze und die Reformen unter der Schröder-Regierung, da war doch was, mhm? Und zum Schluss noch zu den Grünen: „Sozialer Frieden“? Also ein Zustand in dem die Arbeitnehmer ihre Schnauze halten und brav weiterschuften sodass die Unternehmen weiter Gewinne machen und ihre Ruhe haben? Sicher nicht mit uns! Dann doch lieber Klassenkampf!

An die „Menschlichkeit“ von Giesecke und Devrient zu appellieren und die systemnotwendige Profitmaximierung oberflächlich zu kritisieren oder die SPD anstelle der CSU zu wählen, wird nicht viel bewirken. Druck zu machen jedoch schon! Ob nun Streik auf der Straße, Protestkundgebungen und Solidaritätsbekundungen, den Aufbau von Betriebsräten, die aktive Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder die Verbreitung von Informationen über den Stellenabbau bei G&D, all das sind Mittel um Widerstand zu leisten, aufzuklären und den Unternehmen Dampf zu machen!

Im Anhang befindet sich noch unser Flyer, den wir heute auf der Kundgebung verteilt haben: 150210_SDAJ-GD_Druck

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