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Warnstreik: Solidarität mit den Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste!

ver.di, die Gewerkschaft der Sozial- und Erziehungsberufe, ruft am Freitag, 20. März 2015 (Kundgebung, 11 Uhr Stachus) im Ballungsraum München zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind insbesondere Einrichtungen der Landeshauptstadt München sowie von Städten und Gemeinden in den Landkreisen rund um München.

Gründe für den Warnstreik

Die fachlichen Anforderungen an die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienstsind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Kinderbetreuungseinrichtungen sind längst keine „Aufbewahrstationen“ mehr. Sie haben einen umfangreichen Auftrag in der frühkindlichen Bildung. Das muss sich endlich auch in der Bezahlung niederschlagen.

UPDATE: Ver.Di ruft erneut zu einem Warnstreik für den 08.04.2015 auf!

(Quelle: Ver.Di)

Solidarität mit den Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste!

#Aufwerten? Richtig gut und richtig Richtig!

LSoli_Exportiebe Kolleginnen und Kollegen,

JedeR hat es irgendwie schon mal gehört: Als Erzieher muss man doch nur ein bisschen spielen und Sozialarbeiterinnen machen nix außer labern und Kaffee trinken. Und dann wollen die da auch noch Geld für. Diese Aussagen spiegeln ungefähr das Bild wieder, dass viele Menschen unberechtigterweise von Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst hat.
Aus genau den Gründen sind auch alle schnell dabei sich aufzuregen, wenn es in eurem Bereich Tarifverhandlungen oder gar Streiks gibt. Nach den Gründen wird selten gefragt: Massiver Personalmangel, schlechte Bezahlung, unzureichende Eingruppierung. Das kennt ihr ja alle. Aber darf man so herzlos sein, nicht auf die armen Kinder aufzupassen nur weil man ein bisschen mehr Geld will?

Wir, die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) finden eure Anliegen mehr als berechtigt. Gerade weil ihr so eine große Verantwortung gegenüber Kindern und anderen Menschen tragt, ist eine Gehalt, das gut zum Leben reicht und stressfreie Arbeitsbedingungen das Mindeste, was euch zu steht. Auch beim Wechsel des Bereiches, z.B. vom Hort in die Kita kann es nicht sein, dass sich damit die Eingruppierung ändert und auf Berufserfahrung keine Rücksicht mehr genommen wird. Und wenn ihr mal hier mal da die Aufgaben einer Kita-Leitung übernehmt, da diese nicht mehr von einer Person alleine bewältigbar sind, dann gehört sich auch ein entsprechende Entlohnung.

Außerdem vergessen viele Leute schnell einen zentralen Punkt:

Würde es euch nicht geben, müsste immer jemand Zuhause bleiben um das Kind zu hüten, das behinderte Kind zu pflegen usw. Eure Arbeit, nämlich die Unterstützung und Entlastung der privaten Familie, ist eine massive Bereicherung für die gesamte Gesellschaft. Damit schafft ihr erst die Grundlage, auf der sich viele Frauen von häuslicher und erzieherischer Arbeit ein Stück mehr unabhängig machen können. Eure Forderungen sind also gerechtfertigt – lasst euch nicht mit halben Kompromissen abspeisen!

Wir wünschen euch für die bevorstehenden Tarifverhandlungen viel Kraft und Ausdauer damit ihr eure Ziele in vollem Maße erreicht. Wir sichern euch unsere vollste Solidarität zu und bieten euch unsere Unterstützung an wo wir nur können.

Wir fordern:

  • durchschnittlich 10% mehr für jede Eingruppierungsstufe!
  • Für eine Überarbeitung der Eingruppierungstabelle, auch hinsichtlich Berufserfahrung und Tätigkeitsfeld
  • Überarbeitung der Heraushebungskriterien für Kita-Leitungen!

 

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Hier ist ein Solidaritätstext der SDAJ für die Eltern:

Wir die Sozialistische Deutsche Arbeiterju­gend (SDAJ) erklären uns solidarisch mit den Forderungen und dem Kampf der Beschäf­tigten im Sozial- und Erziehungsdienst um mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.

Wir verstehen, dass es für viele von Ihnen ein Pro­blem darstellt, wenn Sie bspw. ihre Kinder nicht in den Kindergarten oder in die Kita bringen können, weil dieser wegen Streik geschlossen ist. Einige den­ken sich vielleicht, „nur weil die mehr Geld wollen, muss ich jetzt darunter leiden“.

Doch haben nicht auch Sie ein Interesse an guten Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und einem Lohn, der zum Leben reicht?

Zum Einen haben die Arbeitsbedingungen direkten Einfluss auf Ihre Kinder. Gestresste und überforderte ErzieherInnen oder KindergärtnerInnen habben viel weniger Zeit und Geduld um auf die Kinder und ihre Bedürfnisse einzugehen. Das tut auch den Kindern nicht gut und erfüllt sicherlich nicht Ihre Ansprüche an gute Betreuung.media.facebook.67b1eb9e-1d65-4645-ae8c-b0cb83865c47.normalized
Zum Anderen setzten sich die Beschäftigten, die jetzt auf die Straße gehen, völlig zu Recht für ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse ein: Die Arbeitsbedingungen sind an vielen Orten nicht besonders gut: Zu wenig Personal, um die Kinder vernünftig zu betreuen, eine sehr hohe Arbeitsbelastung und hinzu kommt noch eine Bezahlung die oft nur dürftig zum Leben reicht.

Wie in jeder anderen Branche ist auch im Sozial- und Erziehungsdienst der Streik die stärkste Waffe der Angestellten um ihre Interessen durchzusetzen. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass wenn bspw.ein großer Metallbetrieb bestreikt wird,es keine direkten Auswirkungen auf andere Menschen hat. Da aber im Sozial- und Erziehungsdienst auch „Außenstehende“ von Arbeitskämpfen betroffen sind, ist es hier besonders wichtig Verständnis und Solidarität für die Beschäftigten zu haben und sich nicht gegen diese aufstacheln zu lassen.

Download:

Solidaritätsflyer_KITAs.pdf

Solidaritätstext an die Eltern.pdf

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